Dachgeschosse heizen sich im Sommer durch die direkte Sonneneinstrahlung auf das Dach oft besonders stark auf, was eine Klimaanlage hier häufig sinnvoller macht als in tieferliegenden Geschossen. Gleichzeitig bringt die Installation im Dachgeschoss einige bauliche Besonderheiten mit sich.
Leitungsführung durch die Dachschräge
Bei Räumen unter der Dachschräge ist die Verlegung der Kältemittelleitungen zur Außeneinheit oft aufwendiger, da die Leitung durch das Dach oder über einen längeren Weg an der Fassade entlang geführt werden muss. Dies kann die Installationskosten gegenüber Standardräumen erhöhen.
Positionierung der Außeneinheit
Bei steilen Dächern lässt sich die Außeneinheit oft nicht direkt unterhalb des Innengeräts montieren. Alternativen sind eine Montage am Giebel, auf einer Dachterrasse oder, sofern statisch zulässig, direkt auf dem Flachdach eines Anbaus.
Erhöhter Kühlbedarf durch Dämmung
Da die Dachfläche im Sommer besonders viel Wärme aufnimmt, sollte parallel zur Klimaanlage auch die Dachdämmung geprüft werden. Eine gute Dämmung reduziert den Kühlbedarf erheblich und erlaubt oft die Wahl eines kleineren, günstigeren Klimageräts.
Geeignete Gerätetypen für Dachgeschosse
Bei niedrigen Deckenhöhen unter der Schräge eignen sich häufig kompakte Wandgeräte oder platzsparende Truhengeräte besser als Deckenkassetten, die eine ausreichende Deckenhöhe voraussetzen.
Häufig gestellte Frage
Warum wird es im Dachgeschoss im Sommer besonders heiß? Die direkte Sonneneinstrahlung auf das Dach führt zu einer stärkeren Aufheizung als bei Wänden in tieferen Geschossen, weshalb der Kühlbedarf hier meist höher ist.
Diese bautechnischen Hinweise sind allgemein gehalten, die individuelle Situation sollte durch einen Fachbetrieb vor Ort geprüft werden.
Weiterführende Informationen bietet die Verbraucherzentrale.