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Klimaanlage im Altbau nachrüsten ohne Kernbohrung?

Klimaanlage im Altbau nachrüsten ohne Kernbohrung?

Daniel Geiger |

Grundsätzlich benötigt eine klassische Split-Klimaanlage eine Durchführung durch die Außenwand für Kältemittelleitungen, Kondensatschlauch und Stromkabel. Ganz ohne jede Wanddurchführung lässt sich eine echte Split-Anlage daher nur eingeschränkt realisieren.

Alternative über Fensterdurchführungen

Statt einer Kernbohrung lässt sich die Leitung bei manchen Fenstertypen über eine schmale Fensterdurchführung oder ein angepasstes Fensterprofil führen. Diese Lösung eignet sich vor allem für Mietwohnungen, in denen eine Wanddurchführung nicht gestattet ist, kann aber optisch und energetisch Nachteile mit sich bringen.

Monoblock-Geräte als Alternative

Wer eine Kernbohrung vollständig vermeiden möchte, kann auf ein Monoblock-Gerät mit Abluftschlauch durch ein Fenster ausweichen. Diese Geräte sind mobil und benötigen keine feste Installation, sind jedoch lauter und weniger effizient als eine echte Split-Klimaanlage.

Kleinere Kernbohrung als Kompromiss

Statt der üblichen Bohrung mit 60 bis 100 Millimetern Durchmesser bieten manche Fachbetriebe im Altbau auch besonders kleine oder unauffällige Durchführungen an, die statisch weniger relevant sind. Vor der Bohrung sollte in denkmalgeschützten oder tragenden Wänden immer eine fachliche Prüfung erfolgen.

Wann sich der Aufwand lohnt

Bei einer geplanten längeren Nutzungsdauer lohnt sich meist trotzdem eine fachgerechte, kleine Kernbohrung, da eine echte Split-Anlage deutlich effizienter und leiser arbeitet als Alternativen ohne Wanddurchführung.

Häufig gestellte Frage

Kann man eine Split-Klimaanlage komplett ohne Bohrung installieren? Eine vollständige Split-Anlage benötigt in der Regel eine Wanddurchführung. Ohne jede Bohrung bleiben meist nur Monoblock-Geräte oder spezielle Fensterdurchführungen als Alternative.

Diese Einordnung ist allgemein gehalten, die bauliche Umsetzbarkeit sollte immer individuell durch einen Fachbetrieb geprüft werden.

Weiterführende Informationen bietet die Verbraucherzentrale.