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Wärmepumpen-Rechner: Welche Leistung (kW) brauchen Sie?

Wärmepumpen-Rechner: Welche Leistung (kW) brauchen Sie?

Daniel Geiger |

Wärmepumpen-Rechner: Welche Leistung (kW) brauche ich für mein Haus?

Die benötigte Heizleistung einer Wärmepumpe hängt von der Wohnfläche, dem Baujahr und dem Dämmstandard des Hauses ab. Als grobe Faustformel gilt: 0,04 bis 0,06 kW pro Quadratmeter bei einem gut gedämmten Neubau, bei einem unsanierten Altbau können es 0,08 bis 0,12 kW pro Quadratmeter sein.

Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus

Für ein Haus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche ergibt sich bei guter Dämmung ein Bedarf von etwa 6 bis 9 kW. Bei einem unsanierten Altbau mit gleicher Fläche kann der Bedarf auf 12 bis 18 kW steigen. Diese Werte sind erste Orientierungswerte und ersetzen keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Welche Faktoren beeinflussen die Leistung?

Neben der Wohnfläche spielen die Deckenhöhe, die Anzahl der Außenwände, der Fensteranteil, die Dämmung von Dach und Fassade sowie die gewünschte Vorlauftemperatur eine Rolle. Auch die Warmwasserbereitung über die Wärmepumpe erhöht den Leistungsbedarf zusätzlich.

Warum eine genaue Heizlastberechnung wichtig ist

Ein Wärmepumpen-Rechner liefert nur eine erste Einschätzung. Für die verbindliche Auslegung führt ein Fachbetrieb eine raumweise Heizlastberechnung durch. Eine zu klein dimensionierte Wärmepumpe reicht an kalten Tagen nicht aus, eine zu groß dimensionierte Anlage taktet häufiger und arbeitet ineffizienter.

Luft-Wasser- oder Luft-Luft-Wärmepumpe?

Für die zentrale Beheizung des gesamten Hauses kommt meist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz, die an die Heizkörper oder Fußbodenheizung angeschlossen wird. Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich eher zur Beheizung und Kühlung einzelner Räume.

Häufig gestellte Frage

Wie berechne ich die kW-Leistung meiner Wärmepumpe grob selbst? Multiplizieren Sie die Wohnfläche in Quadratmetern mit einem Faktor zwischen 0,04 (Neubau) und 0,12 (unsanierter Altbau), um einen ersten Richtwert zu erhalten.

Diese Angaben sind allgemeine Richtwerte. Es können Fehler enthalten sein, und technische Normen sowie Förderbedingungen ändern sich regelmäßig. Für eine verbindliche Auslegung ist eine individuelle Heizlastberechnung notwendig.

Weiterführende technische Grundlagen liefert die Verbraucherzentrale.